Neues Gesetz gegen unseriöse Geschäftspraktiken normiert weitreichende Darlegungs- und Informationspflichten der Inkassounternehmen

Dieses am 09.10.2013 in kraft getretene gesetz will u.a. den unseriösen Geschäftspraktiken vor allem dubioser Inkassounternehmen vorbeugen. aber auch von namhaften Unternehmen bemühte Inkassounternehmen verstoßen oft gegen die neuen Regeln.

Zwingend müssen Inkassounternehmen nunmehr folgende Angaben machen:

 

- Name und Firma des Auftraggebers

- den Forderungsgrund, bei Verträgen unter konkreter Darlegung des Vertragsgegenstandes und das Datum des vertragsschlusses

- Wenn Zinsen geltend gemacht werden, die Zinsberechnung unter Darlegung der zu verzinsenden Forderung, des Zinssatzes und des Zeitraumes, für den Zisnen berechnet werden.

- Wenn ein Zinsatz über dem gesetzlichen Verzugszins geltend gemacht wird, einen gesonderten Hinweis hierauf nebst Angabe des Grundes

- Wenn eine Inkassovergütung oder sonstige Inkassokosten geltend gemacht werden, Angaben zu deren Art und Höhe

- Wenn mit der Inkassovergütung Umsatzsteuerbeträge geltend gemacht werden, eine Erklärung , dass der Auftraggeber diese Beträge nicht als Vorsteuer abziehen kann.

 

Kommentar von Rechtsanwalt Dlugosch:

Die Einhaltung dieser Pflichten ist für ein Inkassounternehmen sehr arbeitsaufwendig, insbesondere was die vertragliche Forderungsherleitung für Telekommunikationsdienstleistungen angeht, zumal es oft den Telekommunikationsunternehmen und deren Anwälten in gerichtlichen Klageverfahren schwerfällt. Ich bin überzeugt, dass über dieses Gesetz informierte Schuldner in vielen Fällen vor allem bei geringeren Forderungen so manches Inkassounternehmen vor die Entscheidung der Wirtschaftlichkeit einer weiteren Beitreibung stellen wird können, wenn er angemahnte Forderungen allein aus formalen Darlegungsmängeln zurückweist.

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